Entfernung und Kommunikation

Entfernung und Kommunikation

Hier die wissenschaftliche Formulierung: Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Menschen miteinander kommunizieren, ist invers proportional zu der Entfernung zwischen ihnen. Das sagt das Gesetz der Nähe (law of propinquity). Im Grunde ist es nur eine nette Formulierung dafür, dass es wahrscheinlicher ist, dass Menschen miteinander reden, wenn sie nah beieinander sind. Gut, dass es dafür ein Gesetz gibt, da wären wir sonst nicht drauf gekommen.

Andererseits scheint ja genau das in Projekten häufig vernachlässigt zu werden. Im Bereich agiler Projekte sind Projekträume und ähnliche Konstellationen ja vollkommen normal geworden. Sicherlich auch, weil schon das agile Manifest in den Prinzipien schon darauf eingeht, dass das Gespräch von Angesicht zu Angesicht, die effizienteste und effektivste Methode ist Informationen zu vermitteln. Insbesondere in eher klassisch geprägten Organisationen ist es hingegen noch eher die Norm, dass alle halt da sitzen, wo sie sitzen. Der Alltag ist häufig geprägt von der Linienorganisation und die Mitarbeiter sitzen eben bei ihrem Linienvorgesetzten.

Mithilfe des Gesetzes oder einfach kurz darüber nachdenken kommen wir schnell zu dem Schluss, dass die Kommunikation in einem Projekt vermutlich viel besser ist, wenn alle direkt nebeneinander (in einem Raum) sitzen, als wenn alle Projektmitglieder größere Distanzen zwischen sich haben, eventuell auch an ganz unterschiedlichen Standorten sind. Warum werden also nicht immer die Projektmitarbeiter zusammengesetzt?

Das hat viele Gründe und ich bin schon fast am Ende der 10 Minuten angekommen. Deshalb hier nur schnell eine Liste von Stichworten und Behauptungen, die mir dazu einfallen: Kosten / Nutzen, weniger Veränderung für die Mitarbeiter, „die sollen nicht reden sondern arbeiten / programmieren“, „ist doch klar was gemacht werden soll“, 100% Projektgeschäft für Mitarbeiter ist die Ausnahme und ein ganz wesentlicher Punkt: ortsunabhängiges Arbeiten, z.B. zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Wann ist denn jetzt der Projektraum gut? Wie kompensiere ich die Entfernung und sorge für bessere Kommunikation? Fragen über Fragen. Hast du auch welche? Oder Antworten? Ab in die Kommentare damit!

Ein Gedanke zu „Entfernung und Kommunikation“

  1. Pingback: Nicht reden sondern arbeiten – Matthias Kuchem

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