Dankbarkeit für kleine Erfolge

Eine Eigenschaft die mich auszeichnet ist, dass ich sehr schnell Probleme erkenne und dann Lösungen dafür finde. Das ist als Coach und Berater sehr praktisch, da ich ein gutes Gespür für die entscheidenden Themen habe. Als Führungskraft muss ich jedoch aufpassen, dass ich nicht aus den Augen verliere, was eigentlich schon erreicht wurde.

Es hat eben alles Vor- und Nachteile. Wenn ich die kleinen Erfolge auf dem Weg immer in den Vordergrund stelle, nimmt die Motivation ab weiter zu machen, weil nicht so klar ist, wie groß der Schmerz immer noch ist, weil wir eben noch nicht angekommen sind. Wenn ich allerdings immer nur darauf hinweise, wo noch überall Probleme sind, kommt Frust auf, weil nicht das Gefühl entsteht vorwärts zu kommen. Das ich immer das Gefühl habe es geht alles zu langsam macht es natürlich nicht gerade besser.

Deshalb nehme ich mir immer wieder mal bewusst ein bisschen Zeit zu reflektieren, was eigentlich alles schon erreicht wurde. Auch mit dem Team zusammen, so dass wir eben auch sehen können, dass wir schon weit gekommen sind. Hier brauche ich auch niemand besonders loben, das Ergebnis motiviert (siehe auch den vorigen Artikel Teamerfolge feiern). Darauf aufbauend stelle ich immer wieder sicher, dass wir eine geteilte Vision davon haben, wo wir hin wollen, was wiederum motiviert. Das basiert dann auch darauf, von wo wir weg wollen.

Insgesamt werden also sowohl Teammitglieder motiviert, die eher durch Probleme motiviert sind (also sich von dem aktuellen Zustand wegbewegen wollen), als auch diejenigen, die eher durch große Ziele motiviert sind (also hin zu einem neuen Zustand). Zusätzlich natürlich auch alle, die beides motiviert, denn so schwarz / weiß ist Motivation ja auch nicht 😉

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